Der Fragebogenentwurf umfasst drei klar voneinander abgegrenzte Bereiche: sozioökonomische Merkmale, kulturspezifische Prägungen und Kriminalität. Da es sich um einen Entwurf handelt und bislang keine empirischen Daten vorliegen, enthalten die Abschnitte ausschließlich jene Variablen, die für die im Studienkonzept vorgesehenen Analysen vorgesehen sind.
Jeder dieser Bereiche liefert Variablen, die für die statistischen Analysen des Studienkonzepts notwendig sind. Der Aufbau dieser Seite ist so gestaltet, dass nach jedem Fragebogenabschnitt erläutert wird, wie die erhobenen Antworten in konkrete Variablen überführt werden und welche Funktion diese Variablen im analytischen Modell erfüllen.
Der erste Bereich umfasst die sozioökonomischen Angaben der Teilnehmenden. Dazu gehören Alter, Geschlecht, Bildung, finanzielle Lage / Armut und objektive Merkmale des sozialen Status. Diese Informationen bilden die Grundlage für die Beschreibung der Stichprobe und ermöglichen die Analyse sozialstruktureller Zusammenhänge. Aus den Antworten werden klar definierte Variablen abgeleitet, die in den statistischen Modellen als Kontrollvariablen oder Prädiktoren eingesetzt werden können. Nach Abschluss dieses Fragebogenteils wird erläutert, wie jede der erhobenen Variablen kodiert und in den statistischen Analysen verwendet wird.
Im zweiten Bereich werden kulturspezifische Prägungen, die im Sinne von Urbaniok kriminalitätsfördernd sind, erhoben. Dazu zählen Einstellungen, Wertorientierungen, Normverständnisse und kulturelle Einflüsse, die das individuelle Verhalten und die Wahrnehmung gesellschaftlicher Regeln prägen. Nach diesem Abschnitt wird erläutert, wie die Antworten zu einer Skala zusammengefasst, kodiert und als Variable für die statistischen Analysen berechnet werden.
Der dritte Bereich widmet sich der Erfassung von Kriminalität und Regelverstössen. Hier werden sowohl häufige als auch seltene Delikte erhoben, wobei die Items so gestaltet sind, dass sie individuelle Indikatoren für die statistische Modellierung liefern. Nach diesem Abschnitt wird erläutert, wie die Antworten zu einer Skala zusammengefasst, kodiert und als Variable für die statistischen Analysen berechnet werden.
Durch diese Struktur entsteht ein integriertes Variablenset, das die theoretischen Annahmen des Studienkonzepts abbildet. Die Erläuterungen nach jedem Fragebogenabschnitt stellen sicher, dass die Ableitung der Variablen transparent bleibt und die statistische Verwendung der Daten nachvollziehbar dokumentiert ist. Wir wenden uns nun dem Fragebogenteil zur Erfassung der sozioökonomischen Angaben zu.
Bitte beantworten Sie die folgenden Fragen, indem Sie die passenden Felder ausfüllen oder ankreuzen.
Wie alt sind Sie?
Jahre
Welchem Geschlecht ordnen Sie sich überwiegend zu?
Bitte geben Sie Ihren höchsten erreichten Bildungsabschluss an:
Bildungsabschluss (ISCED‑2011, 6‑Stufen‑Skala)
Wie würden Sie ihre aktuelle finanzielle Situation einschätzen?
Gab es in den letzten 12 Monaten Situationen, in denen Sie folgende Ausgaben nicht bezahlen konnten?
Miete / Wohnkosten:
Lebensmittel:
Strom / Heizung:
Kommen wir nun zu den Variablen für diesen Fragebogenteil.
Für die lineare Regressionsanalyse sollten die Prädiktoren mindestens intervallskaliert oder dichotom sein. Die abhängige Variable benötigt ebenfalls mindestens Intervallskalenniveau.
Hinweis: In der empirischen Forschungspraxis werden jedoch häufig auch ordinalskalierte Prädiktoren als metrisch behandelt. Bei ausreichend vielen Ausprägungen und einer annähernd gleichförmigen Verteilung erweist sich dieses Vorgehen in Simulationen und Anwendungen als robust, sodass die resultierenden Schätzer in der Regel nur geringfügig von den theoretischen Anforderungen abweichen.
Alter, Geschlecht, Bildung, Armut und sozialer Status werden als Prädiktoren verwendet.
Das Alter wird als Anzahl der Jahre erfasst und stellt eine verhältnisskalierte Variable dar, die damit mindestens Intervallskalenniveau aufweist.
Das Geschlecht wird auf Grundlage der Fragebogenangaben dichotom kodiert: Personen mit der Angabe „männlich“ erhalten den Wert 1, alle anderen Angaben werden dem Wert 2 zugeordnet. Diese Kodierung bildet die Unterscheidung „männlich“ versus „nicht männlich“ ab.
Theoretisch lässt sich diese Dichotomisierung dadurch begründen, dass Geschlecht in der kriminologischen Forschung als ein zentraler Prädiktor gilt. Zahlreiche empirische Studien zeigen, dass Männer im Durchschnitt höhere Prävalenzen und Häufigkeiten von Delikten aufweisen als Frauen. Die dichotome Variable ermöglicht es, diesen gut belegten Zusammenhang in den statistischen Modellen abzubilden.
Die folgenden Zahlenzuordnungen entsprechen den internationalen ISCED Stufen und sind mindestens ordinalskaliert:
1 = Primarstufe / kein Abschluss (ISCED 0–1)
2 = Sekundarstufe I – obligatorische Schulzeit (ISCED 2)
3 = Sekundarstufe II – Berufslehre, Gymnasium, Matura (ISCED 3)
4 = Tertiärstufe – Bachelor oder gleichwertig (ISCED 6)
5 = Tertiärstufe – Master oder gleichwertig (ISCED 7)
6 = Tertiärstufe – Promotion / Doktorat (ISCED 8)
Die finanzielle Lage wird über eine fünfstufige Einschätzung erfasst, bei der höhere Werte eine stärkere finanzielle Belastung anzeigen:
5 = Sehr schlecht – grundlegende Ausgaben können kaum gedeckt werden
4 = Eher schlecht
3 = Mittel – es reicht für das Nötigste
2 = Eher gut
1 = Sehr gut – es bestehen deutliche finanzielle Spielräume
Zusätzlich werden drei konkrete Armutsindikatoren berücksichtigt. Für jede Angabe, dass eine Ausgabe in den letzten 12 Monaten nicht bezahlt werden konnte, wird ein Punkt vergeben:
Miete / Wohnkosten: Ja = 1 Punkt
Lebensmittel: Ja = 1 Punkt
Strom / Heizung: Ja = 1 Punkt
Der Gesamtwert Armut (AR) ergibt sich aus der Summe aus Skalenwert + Zusatzpunkten. Damit entsteht eine mindestens ordinalskalierte Variable, bei der höhere Werte eine stärkere finanzielle Belastung bzw. materielle Deprivation anzeigen.
Der objektive soziale Status wird über vier Komponenten erfasst, denen jeweils ordinalskalierte Punktwerte zugeordnet werden.
A5.1 Erwerbsstatus
3 = Vollzeit beschäftigt
2 = Teilzeit beschäftigt
2 = In Ausbildung / Studium
1 = Arbeitslos
2 = Hausarbeit / Betreuung von Angehörigen
2 = Pensioniert / Rente
A5.2 Berufliche Stellung
1 = Ungelernte Tätigkeit
2 = Facharbeit / qualifizierte Tätigkeit
3 = Mittleres Management / mittlere Führungsebene
4 = Höheres Management / leitende Position
5 = Selbstständig / Unternehmer:in
A5.3 Haushaltsnettoeinkommen
1 = Unter 2’000 CHF
2 = 2’000–3’999 CHF
3 = 4’000–5’999 CHF
4 = 6’000–7’999 CHF
5 = 8’000–9’999 CHF
6 = 10’000 CHF oder mehr
A5.4 Wohnsituation
4 = Mietwohnung / Mietshaus
5 = Eigentumswohnung / Eigenheim
3 = Wohngemeinschaft
2 = Bei Eltern / Verwandten
1 = Übergangs-/Notunterkunft
Der Gesamtwert sozialer Status (SS) ergibt sich aus der Summe der Punktwerte aus A5.1 bis A5.4. Die resultierende Variable ist mindestens ordinalskaliert; durch die additive Struktur kann sie in den statistischen Analysen als quasi metrisch verwendet werden.
Kommen wir nun zum Fragebogenteil zur Erfassung von kulturspezifischen Prägungen im Sinne von Frank Urbaniok.
Bitte geben Sie bei jeder Aussage an, wie stark sie auf Sie zutrifft.
Antwortformat: 0% = trifft überhaupt nicht zu, 100% = trifft völlig zu.
Im nächsten Schritt wird die Variable kulturspezifische Prägungen beschrieben, die aus den Antworten dieses Fragebogenteils abgeleitet wird.
Die Variable kulturspezifische Prägungen ist der zentrale Prädiktor in den statistischen Analysen. Im Sinne von Frank Urbaniok stellt sie die wichtigste erklärende Variable dar.
Die Variable kulturspezifische Prägungen wird als arithmetischer Mittelwert der 20 Items des Fragebogens berechnet. Jeder Itemwert liegt zwischen 0 % (trifft überhaupt nicht zu) und 100 % (trifft völlig zu). Der Gesamtscore bewegt sich entsprechend ebenfalls im Bereich von 0 % bis 100 %.
Aufgrund der gleichabständigen Prozentangaben und der Mittelwertbildung kann die Skala vorläufig als intervallskaliert eingestuft werden. Diese Einordnung folgt dem konzeptionellen Aufbau der Skala und ermöglicht eine metrische Interpretation der Werte.
Hinweis: Alternative Gewichtungen einzelner Items sind denkbar und können nach späteren Itemanalysen oder faktorenanalytischen Überlegungen theoretisch begründet werden.
Kommen wir nun zum Fragebogenteil zur Erfassung von kriminellem Verhalten und Regelverstößen.
Bitte geben Sie bei jedem Item an, wie stark die Aussage auf Sie zutrifft.
Antwortformat: 0% = trifft überhaupt nicht zu, 100% = trifft völlig zu.
1. Ich habe schon kleinere Regeln bewusst missachtet.
%
2. Ich habe schon Handlungen begangen, die offiziell verboten, aber gesellschaftlich oft toleriert sind.
%
3. Ich habe schon Situationen erlebt, in denen ich bewusst einfache Vorschriften ignoriert habe.
%
4. Ich habe schon geringfügige Verstöße begangen, weil ich sie für unbedeutend hielt.
%
5. Ich habe schon Regeln missachtet, wenn ich davon ausgegangen bin, dass niemand es bemerkt.
%
6. Ich habe schon bewusst Vorgaben umgangen, die ich als unnötig empfand.
%
7. Ich habe schon Eigentum anderer Personen beschädigt oder zerstört.
%
8. Ich habe schon Eigentum entwendet, das nicht mir gehört.
%
9. Ich habe schon bewusst gegen gesetzliche Vorschriften verstoßen, die Eigentum betreffen.
%
10. Ich habe schon Situationen erlebt, in denen ich fremdes Eigentum missachtet habe.
%
11. Ich habe schon Handlungen begangen, die als Diebstahl oder Unterschlagung gelten könnten.
%
12. Ich habe schon absichtlich Gegenstände beschädigt, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen.
%
13. Ich habe schon körperliche Gewalt angewendet, um einen Konflikt zu lösen.
%
14. Ich habe schon jemanden bedroht oder eingeschüchtert.
%
15. Ich habe schon absichtlich eine andere Person verletzt.
%
16. Ich habe schon an körperlichen Auseinandersetzungen teilgenommen, obwohl ich wusste, dass dies strafbar ist.
%
17. Ich habe schon Situationen erlebt, in denen ich Gewalt als gerechtfertigt angesehen habe.
%
18. Ich habe schon bewusst Handlungen begangen, die andere stark verängstigt haben.
%
19. Ich habe schon Situationen erlebt, in denen ich schwere Gewalt als mögliche Option gesehen habe.
%
20. Ich habe schon Situationen erlebt, in denen ich extrem schwere Straftaten als denkbar angesehen habe.
%
21. Ich habe schon darüber nachgedacht, eine Straftat zur Vorteilsgewinnung zu begehen.
%
22. Ich habe schon Situationen erlebt, in denen ich bereit gewesen wäre, jemanden schwer zu verletzen.
%
23. Ich habe schon Situationen erlebt, in denen ich bereit gewesen wäre, eine sehr schwere Straftat zu begehen.
%
24. Ich habe schon Situationen erlebt, in denen ich extreme Gewalt als gerechtfertigt angesehen habe.
%
25. Ich habe schon Handlungen begangen, die als schwerwiegende Straftaten gelten könnten.
%
26. Ich habe schon Menschen durch mein Verhalten stark gefährdet.
%
27. Ich habe schon Handlungen begangen, die als gefährliche Körperverletzung eingestuft werden könnten.
%
28. Ich habe schon Situationen erlebt, in denen ich schwere Gewalt angewendet habe.
%
29. Ich habe schon körperliche Angriffe ausgeführt, die erhebliche Folgen hatten.
%
30. Ich habe schon Handlungen begangen, die als schwerer Angriff gelten könnten.
%
Im nächsten Schritt wird die Variable Kriminalität beschrieben, die aus den Antworten dieses Fragebogenteils abgeleitet wird.
Die Variable Kriminalität dient als zentrale Kriteriumsvariable des Modells. Sie wird aus den Antworten der 30 Items berechnet, wobei jedes I (Item) eine einzelne Frage des Fragebogens repräsentiert. Die Items sind in fünf theoretisch begründete Gruppen gegliedert, die entsprechend ihrer Relevanz für das kriminelle Verhalten unterschiedlich gewichtet werden.
I1–I6 (Gewicht 1): Leichte Regelverstöße. Diese Items erfassen geringfügige, häufig vorkommende Normabweichungen und bilden die Basisstufe des Modells.
I7–I12 (Gewicht 2): Eigentumsdelikte. Diese Delikte weisen eine höhere kriminologische Relevanz auf und werden daher doppelt gewichtet.
I13–I18 (Gewicht 3): Körperliche Gewalt. Gewaltbezogene Handlungen haben eine deutlich stärkere Bedeutung für die Modellierung krimineller Intensität und erhalten eine dreifache Gewichtung.
I19–I24 (Gewicht 3): Hypothetische Bereitschaft zu schweren Straftaten. Diese Items erfassen die kognitive bzw. hypothetische Bereitschaft zu gravierenden Delikten und werden ebenfalls dreifach gewichtet.
I25–I30 (Gewicht 5): Schwere Gewalt – tatsächlich begangene Handlungen. Diese Gruppe bildet den Kernbereich schwerer Kriminalität und erhält die höchste Gewichtung.
KRI = ((I1 + I2 + I3 + I4 + I5 + I6) + 2(I7 + I8 + I9 + I10 + I11 + I12) + 3(I13 + I14 + I15 + I16 + I17 + I18) + 3(I19 + I20 + I21 + I22 + I23 + I24) + 5(I25 + I26 + I27 + I28 + I29 + I30)) / 84
Die Division durch 84 erfolgt, weil dieser Wert der Gesamtsumme aller gewichteten Items entspricht. Er ergibt sich aus:
6 Items × Gewicht 1 = 6
6 Items × Gewicht 2 = 12
6 Items × Gewicht 3 = 18
6 Items × Gewicht 3 = 18
6 Items × Gewicht 5 = 30
6 + 12 + 18 + 18 + 30 = 84
Damit wird der Gesamtwert der Skala auf einen normierten Bereich gebracht, der eine vergleichbare Interpretation über Personen hinweg ermöglicht.
Der resultierende Wert stellt die kodierte Skala für kriminelles Verhalten dar und wird in den statistischen Analysen als abhängige Variable (Kriterium) eingesetzt. Da die Berechnung auf gewichteten numerischen Itemwerten basiert und die resultierende Skala interpretierbare Abstände aufweist, besitzt die Variable mindestens Intervallskalenniveau. Damit ist sie für alle gängigen parametrischen Analyseverfahren geeignet.
Die Fragebögen zu kulturspezifischen Prägungen und Kriminalität (Punkte 3–6) betreffen Bereiche, in denen sozial erwünschtes Antwortverhalten und Vermeidungstendenzen besonders stark sind.
Wenn Befragte aus Angst vor Bewertung, rechtlichen Konsequenzen oder sozialer Stigmatisierung nicht ehrlich antworten, werden Prävalenzen und Zusammenhänge systematisch unterschätzt oder verzerrt.
Eine groß angelegte Untersuchung ist nur dann sinnvoll, wenn die erhobenen Daten eine hinreichende Nähe zum tatsächlichen Verhalten und Erleben der Befragten haben.
Ziel: Vertrauen schaffen. Klare Hinweise auf vollständige Anonymisierung, Trennung von Identifikationsdaten und Antworten, sowie die ausschließliche wissenschaftliche Nutzung der Daten erhöhen die Bereitschaft zu ehrlichen Angaben.
Ziel: Reduktion von sozialer Erwünschtheit. Items werden so formuliert, dass sie keine moralische Bewertung transportieren, sondern Verhalten und Einstellungen möglichst deskriptiv erfassen.
Ziel: Motivation zur Offenheit. In der Einleitung wird betont, dass die Studie nur dann einen wissenschaftlichen und praktischen Nutzen hat, wenn die Antworten auch bei unangenehmen oder heiklen Themen möglichst ehrlich sind.
Ziel: Erkennen systematischer Verzerrungen. Ergänzende Skalen können Hinweise darauf geben, ob eine Person generell zu „geschönten“ Antworten neigt. Dies ermöglicht spätere Sensitivitätsanalysen.
Ziel: Reduktion von erzwungenem „Lügen“. Die Möglichkeit, einzelne Fragen auszulassen („weiß nicht / möchte ich nicht beantworten“) kann dazu beitragen, dass Befragte nicht aus Zwang falsche Angaben machen.
Vor der Hauptstudie werden verschiedene Itemformulierungen und Instruktionen getestet, um zu prüfen, ob sie verstanden werden, als zumutbar gelten und Hinweise auf eine geringere soziale Erwünschtheit liefern.
In kleineren Stichproben wird analysiert, ob die Verteilungen der Antworten plausibel sind und ob bestimmte Formulierungen offensichtlich „glattgebügelte“ Muster erzeugen.
Auf Basis der Pretest-Ergebnisse werden Items, Instruktionen und ggf. Antwortformate angepasst, bevor die große Hauptstudie durchgeführt wird.
Die Durchführung einer großen Studie ist nur gerechtfertigt, wenn die eingesetzten Fragebögen so gestaltet sind, dass sie trotz sensibler Inhalte eine hinreichende Datenqualität erwarten lassen.
Im Projekt wird offen kommuniziert, dass bei Themen wie Kriminalität und kulturspezifischen Prägungen immer mit einem gewissen Maß an Verzerrung zu rechnen ist. Ziel ist nicht „perfekte Ehrlichkeit“, sondern eine methodisch reflektierte Annäherung an die Realität.
Diese Variablen werden in großen Bevölkerungsstudien häufig ergänzt, weil sie die statistische Modellierung verbessern und wichtige Kontrollfaktoren darstellen:
Diese Variablen erhöhen die Möglichkeit, soziale und strukturelle Zusammenhänge differenziert zu analysieren.
Opfererfahrungen sind eng mit Kriminalität und Regelverstößen verknüpft und werden in vielen kriminologischen Studien parallel erhoben:
Diese Variablen ermöglichen die Analyse von Zusammenhängen zwischen Täter- und Opferrollen, Risikofaktoren und Schutzmechanismen.
Diese Themen stehen in engem Bezug zu kulturellen Prägungen und Normorientierungen:
Sie erweitern das theoretische Modell, ohne den Fragebogen übermäßig zu belasten.
Diese Variablen sind nicht zwingend notwendig, können aber zusätzliche Forschungsfragen ermöglichen:
Solche Erweiterungen machen die Studie für Kooperationspartner attraktiver und erlauben interdisziplinäre Analysen.
Der Fragebogen ist modular aufgebaut und kann je nach Forschungsinteresse erweitert werden. Neben klassischen sozioökonomischen Variablen bieten insbesondere Opfererfahrungen und normbezogene Einstellungen eine sinnvolle Ergänzung. Weiter entfernte Themenfelder ermöglichen zusätzliche wissenschaftliche Fragestellungen, sollten aber nur aufgenommen werden, wenn sie den Fragebogen nicht überfrachten.